Veranstaltungen


Hier informieren wir Sie über bevorstehende Veranstaltungen, die unter anderem im Rahmen von InKoMo 4.0 im Land durchgeführt werden oder für Sie als Kommune oder Unternehmen interessant sind - zum Netzwerken, Bilden von Partnerschaften oder Diskutieren von Projektideen und Lösungsansätzen. Alles im Zeichen einer digitalen und nachhaltigen Mobilität von Morgen.

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Aktuelles:

InKoMo 4.0 – 8. Match Making Veranstaltung „Quartiersentwicklung und -management“, 15. März 2022, digital


(Nora Fanderl, Leiterin Team Mobility Ecosystems, Fraunhofer IAO)

Stuttgart. Die Geschäftsstelle InKoMo 4.0 begrüßte am 15. März gemeinsam mit dem Städtetag Baden-Württemberg, vertreten durch Gudrun Heute-Bluhm,Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, zur 8. Match Making Veranstaltung zum Thema „Quartiersentwicklung und -management – Stadt der kurzen Wege“. Nora Fanderl, Leiterin des Team Mobility Ecosystems beim Fraunhofer IAO, setzte mit ihrem Vortrag wichtige Impulse aus der Forschung für die kommunale Praxis

Die Städte, Gemeinden und Landkreise Baden-Württembergs unterliegen einem stetigen Transformationsprozess zur Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben, der insbesondere durch die Mobilität beeinflusst und gesteuert wird. Besonders in Städten und Quartieren wird das herkömmliche Mobilitätsverhalten immer mehr in Frage gestellt und nach alternativen Formen für eine zukunftsfähige Mobilität gesucht. „Als Leitmotiv dieses Transformations- und Veränderungsprozesses gilt die Stadt der kurzen Wege“, wie Gudrun Heute-Bluhm betonte. Forschung, Wirtschaft und Kommunen arbeiten an zukunftsfähigen Technologien und entwickeln neue Angebotsformen, die eine klimafreundliche und nachhaltige Mobilität ermöglichen. Diese Entwicklungen spiegeln sich primär in den individuellen Mobilitätsformen und -mustern wider. „Vor allem Stadtbewohner:innen sind nicht mehr auf ihr persönliches Fahrzeug als einziges Fortbewegungsmittel angewiesen“, so Gudrun Heute-Bluhm weiter. Private Fahrdienst- und Sharing-Angebote vom (E-)Auto über E-Scooter und E-Roller bis hin zum E-(Lasten-)Bike bieten mögliche Alternativen.

Um den Bewohner:innen der Quartiere entsprechende Alternativen zu liefern, ist das Mobilitätsmanagement entscheidend. Denn das „Quartier als lebenswerter Raum, in dem die heterogenen Ansprüche der Bürger:innen zusammenkommen“, so Nora Fanderl, bringe auch Herausforderungen im Mobilitätsmanagement mit sich. Ein gelungenes Mobilitätsmanagement in Quartieren zeichne sich „durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von öffentlicher Hand, privaten Investor:innen, Bewohner:innen und Unternehmen“ aus. Dabei seien vor allem die „Verknüpfung von Maßnahmen der Stadtentwicklungsplanung, Verkehrs- und Umweltplanung“ von Bedeutung, so Nora Fanderl weiter. Beispielsweise seien die Abstimmungen der Nahversorgung, einer umfassenden Fuß- und Radinfrastruktur, einer nutzerorientierten Freiraumgestaltung und einer Sicherstellung von alternativen Mobilitätsangeboten maßgebend.

Um Mobilitätsangebote entsprechend der Quartiere anzubieten, erweisen sich bereits bestehende Ideen und Konzepte aus der Quartiersentwicklung und dem -management als zielführend. Anhand von drei Best-Practice Beispielen bot Nora Fanderl einen Einblick in die Möglichkeiten, die in einer Umstrukturierung des öffentlichen Raums mit Ansätzen der Fuß- und Fahrradmobilität oder des Parkraummanagements möglich sind. Dabei verwies sie immer wieder darauf, Mobilität und Nahversorgung zusammenzudenken, um bedarfsgerechte Mobilitätskonzepte auf den Weg zu bringen. Denn 80 Prozent aller zurückgelegten Personenkilometer beginnen von zuhause aus, seien es Freizeitaktivitäten, Einkäufe oder sonstige Erledigungen. In diesem Zusammenhang verwies Gudrun Heute-Bluhm auf die Relevanz des Bottom-up-Ansatzes für die Quartiersentwicklung. Nur durch partizipative Strukturen ließe sich bei den Bürger:innen eine Identifikation mit dem eigenen Quartier erreichen, die sich wiederum in einem veränderten Mobilitätsverhalten wiederspiegeln werden.

Diese beschriebenen Forschungsgrundlagen und Entwicklungen im Bereich der Mobilität gilt es daher bei der Gestaltung und Neuausrichtung von Quartieren zu berücksichtigen. Neben rein ökologischen und ökonomischen Aspekten sind auch soziale Aspekte einzubeziehen, wie die partizipative Dimension und das Engagement der ansässigen Bürger:innen. Mobilitätsangebote zu planen, ist angesichts der komplexen Herausforderungen und Veränderungen in den Quartieren eine besondere Herausforderung.


Kommende Veranstaltungen:

  • 21.-24.04.2022 | i-Mobility - Die Ausstellung für intelligente Mobilität | Messe Stuttgart
    Wie kann ich mich nachhaltig, innovativ und regenerativ fortbewegen? Welche Neuigkeiten gibt es im 4- und 2-Rad-Bereich? Welche Zukunftsmodelle gibt es für den urbanen Verkehr? Die i-Mobility hat die Antworten!
    Weitere Informationen finden Sie hier.
     
  • 27.-28.04.2022 | Radverkehr im System: Strategien für erfolgreiche inter- und multimodale Mobilität | Offenburg
    Das Fahrrad als Teil der Wegekette hat großes Potenzial, auch längere Kfz-Fahrten zu ersetzen. Damit eine wirkliche Alternative entsteht und das Auto stehen gelassen oder gar abgeschafft wird, muss der Umstieg zwischen den einzelnen Verkehrsträgern reibungslos und komfortabel erfolgen. Mit diesem Exkursionsseminar – nicht nur für Radverkehrsverantwortliche – unterstützt Sie das Mobilitätsforum Bund bei der Planung und Umsetzung einer zeitgemäßen Infrastruktur für sicheren Radverkehr.
    Weitere Informationen finden Sie hier.
     
  • 02.-03.05.2022 | Morgenstadt Werkstatt NEO 2022 | digital
    Wie schafft die Digitalisierung substanzielle Mehrwerte für Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger? Was kann und was muss für Landkreise, Städte oder Gemeinden in Baden-Württemberg getan werden, die mit intelligenten digitalen Technologien das Leben der Bürger:innen verbessern wollen? Ob Energie- oder Mobilitätswende, demografischer oder digitaler Wandel: Kommunen sehen sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Angesichts solcher komplexen Problemstellungen braucht es branchenübergreifende Ideen und Lösungsansätze. Genau einen solchen Dialog bietet die Morgenstadt Werkstatt NEO 2022 als kollaboratives Format, das diejenigen zusammenbringt, die die Zukunft gestalten wollen.
    Weitere Informationen finden Sie hier.
     
  • 17.05.2022 | 5. Regionalkonferenz Mobilitätswende | Pfalzbau Ludwigshafen
    Die Regionalkonferenz Mobilitätswende, die jährlich abwechselnd durch die TechnologieRegion Karlsruhe und die Metropolregion Rhein-Neckar organisiert wird, ist zu einer etablierten Veranstaltung der Mobilitätsbranche geworden. Sie bringt politische Vertreter:innen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammen. Die Veranstaltung widmet sich ganz der klimafreundlichen Mobilität.
    Weitere Informationen finden Sie hier.
     
  • 24.05.2022 | Vernetzte Mobilität in ländlichen Räumen: Angebote zusammendenken und zusammenbringen | digital
    In ländlichen Räumen kann ein Verkehrsmittel allein den Pkw nicht ersetzen. Das erste Stück Weg zum ÖPNV zu überwinden, ist hier ein wichtiges Thema. Unterschiedliche Angebote müssen möglichst flexibel kombinierbar sein und aufeinander sowie auf den klassischen Linienverkehr abgestimmt werden. In dieser Veranstaltung werden die verschiedenen Dimensionen des Themas Vernetzung an konkreten Best- Practice-Beispielen vorgestellt und es wird ein Blick auf aktuelle und geplante Aktivitäten geworfen. Wie kann das Zusammenspiel von Infrastruktur, Verkehrsträgern und Information im Sinne der verkehrspolitischen Ziele und somit mit größtmöglichem Kundennutzen gestaltet werden?
    Weitere Informationen finden Sie hier.